Tales from the Fallout: Teaser

Mit filmischen Fanprojekten zu beliebten Videospielen ist das ja so eine Sache. Zwar verdienen die Bemühungen oft den größten Respekt hinsichtlich Aufwand und Hingabe, qualitativ können die Machwerke jedoch nicht immer überzeugen.

Das neuste Werk nennt sich ‚Tales from the Fallout‘, stammt von G14 Productions und dreht sich um – wer hätte das gedacht – das postnukleare Fallout-Universum, genauer gesagt: einen Überlebenden aus Vault 103. Der komplette Kurzfilm soll im Sommer fertig sein, der Teaser macht definitiv neugierig auf mehr.

Fallout vs. Fallout

Als ich seinerzeit für fast 40 Stunden in der Welt von Fallout 3 versank, kannte ich die Vorgänger nicht. Für mich war es einfach eine Art Elder Scrolls mit Endzeit-Setting; ein autarkes Spielerlebnis, bei dem ich keine Vergleiche mit der Vergangenheit ziehen konnte. Vor kurzem hatte ich nun aber die Gelegenheit die erste Fallout-Episode aus dem Hause Interplay nachzuholen. Ein Spiel, das unter Anhängern westlicher (PC)-RPGs als absoluter Klassiker und Genre-Meilenstein gilt. Es war spannend zu sehen, wie viele Elemente aus dem dritten Teil bereits 10 Jahre zuvor integriert waren. Nahezu alle Gegnertypen, viele Ausrüstungsgegenstände, das VATS-Zielsystem und mehr. Hier konnte Bethesda wirklich aus einem gewaltigen kreativen Fundus schöpfen. An anderen Stellen merkt man Fallout sein Alter allerdings stark an. Die isometrische Perspektive raubt oft die Sicht, so dass die Positionen von Freund und Feind nur erahnt werden können, die Menüführung ist umständlich bis ungenügend. Andere Faktoren lassen sich hingegen nicht eindeutig als altmodisch abtun und sorgten unter ein paar meiner Bekannten und mir für eine interessante Diskussion über das wahre Wesen eines Rollenspiels und den zu großen Hilfestellungen von denen Spieler heutzutage profitieren, bzw. von denen sie unter Umständen gar nicht profitieren wollen.

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